JAKOB HABÖCK:
DER HASE WAR TOT
Ich war bis über beide Ohren verknallt. Es war verrückt!
Natürlich fing alles gleich am ersten Schultag an. Ich besetzte den Platz neben mir meinem Freund Jonas. Er kam und kam nicht.
Als dann nur noch mein Platz und ein anderer übrig blieben, fragte mich ein Mädchen, ob mein Platz noch frei sei. Ich Trottel ließ sie aber nicht zu mir!
Nach ein paar Tagen bereute ich es bitterlich, denn sie war umwerfend! Bumm!!!
Nach langem Überlegen brachte ich es schließlich zusammen, dass ich ihr einen Liebesbrief gab. Es war ein Gedicht. Scheußlich!!! Denn sie mochte keine Gedichte! Ein schlechter Anfang!
Sie gab mir nie eine Antwort, aber erzählte es jedem. Ich gab aber nicht auf!
Ich schrieb ihr immer wieder Gedichte, doch auch darauf antwortete sie mir nicht. Eines der Gedichte lautete so: „Ich denke immer noch an dich. Bitte, bitte schreib an mich!“
Peinlich, peinlich!
Bis sie mir beinhart ins Gesicht sagte: „Ich will nicht, dass du mir solche blöden Briefe schreibst!“
Doch ich gab noch immer nicht auf!
Einige Monate waren vergangen, als ich endlich einen Brief von ihr bekam. Jetzt wusste ich endlich, wie sie eingestellt war. Da stand nämlich Folgendes: „Ich mag dich nicht wirklich.“
Ich musste sehr lange überlegen, doch schließlich wusste ich, was ich machen musste… Ich verriet es keinem, außer der Betroffenen.
Doch eines Tages fragte mich Jonas, wie es denn ausgegangen sei. Darauf antwortete ich: „Es war so, dass ich dann mit ihr und einem Hasen mit einem Raumschiff davonflog und danach abstürzte. Wir beide blieben heil, doch: Der Hase war tot.“ :-)
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